Botschafter

Berliner Philharmoniker und die UNO-Flüchtlingshilfe

Die Musikerinnen und Musiker wollen nicht nur ihre Instrumente schön klingen lassen, sie wollen sich auch engagieren. Sie werben für das UNO-Flüchtlingshilfswerk.

Von dpa 17.09.2021, 17:10 • Aktualisiert: 01.10.2021, 10:49
Peter Ruhenstroth-Bauer (l-r), Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Kirill Petrenko, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, und Stefan Dohr, Solo-Hornist und Orchestervorstand der Berliner Philharmoniker.
Peter Ruhenstroth-Bauer (l-r), Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Kirill Petrenko, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, und Stefan Dohr, Solo-Hornist und Orchestervorstand der Berliner Philharmoniker. Annette Riedl/dpa

Berlin - Die Berliner Philharmoniker sind künftig musikalische Botschafter für die UNO-Flüchtlingshilfe. Chefdirigent Kirill Petrenko sagte am Freitag, es sei für ihn und das Orchester sehr wichtig, nicht nur schöne Konzerte zu spielen, sondern sich auch gesellschaftlich zu engagieren.

Er persönlich sei zwar nicht geflüchtet, aber die Gefühle, die alte Heimat zu verlassen und wie seine Eltern bei null anzufangen, sind ihm demnach vertraut, schilderte Petrenko, der aus Russland kommt. Die Schicksale der Geflüchteten seien für ihn fast persönlich greifbar.

Intendantin Andrea Zietzschmann erklärte mit Blick etwa auf die Menschen, die derzeit aus Afghanistan fliehen: „Diese Themen beschäftigen uns als Institution, sie bewegen uns gerade auch als internationales Orchester.“ Die Philharmoniker wollten die Flüchtlingshilfe bekannter machen und dafür werben, sich für Menschen auf der Flucht stark zu machen. Nach Angaben des deutschen Partners der UN-Organisation UNHCR waren Ende vergangenen Jahres 82,4 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht.

Der Orchestervorstand Stefan Dohr erzählte, der Vorschlag für das Engagement sei von einer Geigerin gemacht worden, die Musiker und Musikerinnen hätten mit einer großen Mehrheit dafür gestimmt. Zum Auftakt der Partnerschaft ist am Sonntag ein Benefizkonzert geplant. Auf dem Programm steht „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky, laut der Ankündigung als Hommage an Mut und Menschlichkeit. Die Berliner Philharmoniker haben sich bereits früher sozial engagiert, etwa für das Kinderhilfswerk Unicef.