Konzernumbau

IG Metall und Airbus verhandeln wieder über Konzernumbau

Wie lassen sich Arbeitsplätze und Standorte unter dem Dach des Flugzeugbauers langfristig sichern? Die IG Metall verlangt konkrete Vorschläge und Lösungen.

Von dpa
Beschäftigte des Airbus-Werkes in Finkenwerder schwenken Fahnen der IG Metall (Mai).
Beschäftigte des Airbus-Werkes in Finkenwerder schwenken Fahnen der IG Metall (Mai). Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Die Verhandlungen zwischen Airbus und der IG Metall über den umstrittenen Konzernumbau sind am Dienstag in Hamburg in die zweite Runde gegangen. Ein Airbus-Sprecher hatte zuvor angekündigt, dass „Details zu möglichen Lösungen“ erörtert werden sollen.

Der Verhandlungsführer der IG Metall, der norddeutsche Bezirksleiter Daniel Friedrich, ist mit dem bisherigen Verhandlungsstand nicht zufrieden. „Wir wollen in den Verhandlungen vorankommen“, sagte Friedrich der Deutschen Presse-Agentur. „Dafür muss Airbus jetzt konkrete Vorschläge für Lösungen auf den Tisch legen, mit denen Arbeitsplätze und Standorte unter dem Dach von Airbus langfristig gesichert werden.“

IG Metall und Betriebsräte verlangen konkrete Zusagen zur Absicherung der Beschäftigung an den Standorten in Norddeutschland und Augsburg bis ins nächste Jahrzehnt. Die IG Metall bereitet sich in dem Konflikt auch auf einen möglichen Arbeitskampf vor.

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte im April angekündigt, dass Anfang 2022 Teile von Airbus Operations und große Teile von Premium Aerotec in einer neuen Tochter aufgehen, die sich um die Strukturmontage kümmert. Zudem soll eine neue Einheit entstehen, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und Kleinkomponenten konzentriert. Für dieses Unternehmen, das auch andere Kunden bedienen soll, strebt Airbus die Verbindung mit einem „starken, externen Partner“ an.