Streit um Gehälter

Gewerkschaft ruft zu Warnstreiks bei Aryzta auf

Von dpa
An einem Band werden Brötchen nach Herstellungsmängeln abgesucht.
An einem Band werden Brötchen nach Herstellungsmängeln abgesucht. (Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Nordhausen/dpa - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für Montag zu einem Warnstreik am Nordhausener Werk des Tiefkühlbackwaren-Herstellers Aryzta aufgerufen. Man fordere, die unterste Lohngruppe auf mindestens 13 Euro Stundenlohn anzuheben und die anderen Lohngruppen entsprechend nach oben anzupassen, wie die NGG am Montag mitteilte. Demnach würden Beschäftigte an westdeutschen Standorten besser bezahlt.

„Niedriglohn Ost muss endlich ein Auslaufmodell sein. 13 Euro Stundenlohn sind mindestens nötig, um aus dem Niedriglohn rauszukommen und später in der Rente nicht auf Sozialleistungen angewiesen zu sein“, sagte NGG-Gewerkschaftssekretär Alexandru Zidaru.

Aryzta hat in Nordhausen nach Angaben der Gewerkschaft etwa 160 Beschäftigte. Auch in Eisleben (Sachsen-Anhalt) gibt es einen Standort.

Ein Sprecher von Aryzta nannte die Forderung der Gewerkschaft überzogen. Man wolle hin zu einem Stundenlohn von 13 Euro, allerdings brauche man dafür mehr Zeit. Die Forderung der NGG sei wirtschaftlich nicht vertretbar. Man habe bereits ein Angebot unterbreitet, das über den Tariferhöhungen der vergangenen Jahre liege und die unteren Lohngruppen besonders berücksichtige.