Geldanlage

Geldanlage: Jenseits des Goldes

FRANKFURT (MAIN)/AFP. - Die Börsen taumeln rauf und runter, Sparzinsen sind weiter mickrig, Gold ist so teuer wie nie. Die Suche nach alternativen Gerade bei Sachanlagen ist die Auswahl relativ groß. Allerdings sind diese meist nur für ein langfristiges Investment geeignet - und ohne EInvestitionsmöglichkeiten hat auf breiter Ebene begonnen. Gerade bei Sachanlagen ist die Auswahl relativ groß. Allerdings sind diese meist nur für ein langfristiges Investment geeignet - und ohne Expertenrat kaum ...

Die Börsen taumeln rauf und runter, Sparzinsen sind weiter mickrig, Gold ist so teuer wie nie. Die Suche nach alternativen Gerade bei Sachanlagen ist die Auswahl relativ groß. Allerdings sind diese meist nur für ein langfristiges Investment geeignet - und ohne EInvestitionsmöglichkeiten hat auf breiter Ebene begonnen. Gerade bei Sachanlagen ist die Auswahl relativ groß. Allerdings sind diese meist nur für ein langfristiges Investment geeignet - und ohne Expertenrat kaum empfehlenswert.

Schmuck

Wem es dabei um die reine Anlage in das Material - etwa in Gold - geht, der sollte lieber gezielt darin investieren, "denn wer Schmuck kauft, muss ja auch die Verarbeitung bezahlen", sagt Markus Oberg von der Vermögensberatung Eck & Oberg. Die Kreation kann den Wert eines Schmuckstücks allerdings auch steigern, vor allem wenn das Stück von einem berühmten Macher kommt. Wer in Schmuck investieren will, sollte sich aber unbedingt einen Experten an die Seite stellen, der den Wert des Stücks einschätzen kann.

Münzen

Hier gilt ähnliches wie auch beim Schmuck: Wenn es nur ums Material geht, sollte der Anleger darin investieren und nicht den "Umweg" über die Münze nehmen. "Allerdings haben Münzen auch einen Sammlerwert", erklärt Heiko Löschen von der Vermögensberatung Packenius, Mademann & Partner. Schon mit mehreren hundert Euro ließe sich ein Engagement in Münzen starten. Und gelegentlich sei diese Sachanlage auch schnell wieder zu Geld zu machen. Allerdings müsse man in diesem Bereich "sehr genau schauen, mit wem man zusammenarbeitet", rät Löschen. Der Rat eines seriösen Münz-Experten ist außerdem dringend empfehlenswert.

Wald

Wald ist eine langfristige Anlage. "Die Wertsteigerung bei Holz kommt zu zwei Dritteln durch das Wachstum des Holzes. Das heißt, der Besitzer kann positive Rendite machen, obwohl der Holzpreis am Markt leicht fällt", rechnet Oberg vor. Allerdings ist ein eigener Wald nur etwas für vermögende Investoren. Weniger betuchte Anleger können in Waldfonds investieren. "Sie müssen sich aber erklären lassen, was mit dem Geld passiert", rät Oberg - also ob das Geld nur in Wald-Zertifikate fließt oder ob der Investor Mitbesitzer wird.

Kunstwerke

Für Kleinanleger kommt ein Investment in Kunst eher nicht in Frage: Will ein Anleger ein altes, bekanntes Werk erstehen, müsse er "erst einmal richtig Geld auf den Tisch legen", gibt Oberg zu bedenken.

Oldtimer

Bei Oldtimern braucht es Sachverstand. Manchmal kommt es nur auf Details an, ob der Wagen einige hunderttausend Euro mehr oder weniger wert ist: War einer der Vorbesitzer eine Berühmtheit? Hat der Wagen an traditionsreichen Rennen teilgenommen? Doch auch ein Oldtimer ohne bewegende Geschichte braucht Pflege, damit er in Schuss bleibt. Das kostet Geld. Behandelt ihn sein Besitzer aber gut, so ist er eine wertstabile Anlage.

Antiquitäten

Um in Antiquitäten zu investieren "braucht der Käufer einen wirklichen Kenner der Materie", sagt Löschen. Zwischen hochwertigem Möbelstück und wertlosem Ramsch vermag der Laie oft nur schwer zu unterscheiden. So ganz schnell lässt sich eine Antiquität oft nicht wieder veräußern. Auch sie gilt deshalb eher als langfristige Anlage.

Wein

Bei sehr teuren Weinen, die als Geldanlage taugen, gilt der Markt als stark reguliert. "Die Frage ist schon, wie kommt man an den Wein", sagt Oberg. Auch müssen die Flaschen zwingend fach- und sachgerecht gelagert werden, sonst ist das teure Investment schnell nichts mehr wert. Ist das gewährleistet, könne der Anleger im Weinkeller "wunderbar Geld parken", findet Löschen.