Ostdeutschland

Energiewende, Ostdeutschland: Energiewende verliert an Zustimmung

Halle (Saale) - Die große Mehrheit der Ostdeutschen steht hinter der Energiewende.

Von Steffen Höhne
Blick auf einen Windpark.
Blick auf einen Windpark. imago stock&people

Die große Mehrheit der Ostdeutschen steht hinter der Energiewende. Doch die Zustimmung bröckelt. 63 Prozent der Bürger befürworten den Umbau der Energieversorgung. Das sind allerdings neun Prozent weniger als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der Uni Leipzig und des Energieversorgers Envia-M.

„Wir müssen die Sorgen ernst nehmen“

„Seit Beginn der Energiewende beklagen die Ostdeutschen die hohen Kosten und die politische Uneinigkeit. Hier herrscht akuter Handlungsbedarf“, sagt Oliver Rottmann vom Kompetenzzentrum. Envia-M-Chef Tim Hartmann meint: „Ohne die Akzeptanz der Bürger können wir den Wandel nicht weiter vorantreiben. Wir müssen die Sorgen ernst nehmen.“

Zur Zukunft der Energieversorgung haben die Ostdeutschen klare Vorstellungen. Alle Befragten glauben, dass sich das Speichern von Strom aus erneuerbaren Energien durchsetzen und die intelligente Vernetzung an Bedeutung gewinnt.

Zukunftsthema Elektromobilität wird unterschiedlich bewertet

Bei den Kommunen liegt die Zustimmung zur Energiewende bei 70 Prozent (minus sieben Prozent) und bei den energieintensiven Firmen bei 64 Prozent (minus drei Prozent). Das Zukunftsthema Elektromobilität wird unterschiedlich bewertet. 69 Prozent der Unternehmen glauben, dass das Fahren mit Strom zunehmen wird. Die Haushalte (50 Prozent) und die Kommunen (35 Prozent) schätzen dies deutlich skeptischer ein. (mz)