Aktien und Wertpapiere

Aktien und Wertpapiere: Der Osten scheut die Börse

Halle (Saale) - Dem Osten fehlt es nach Ansicht des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint E. Gropp, an finanzieller Bildung, Risikobereitschaft auf dem Wertpapiermarkt und Vermögen. "Hier ist - das haben Studien gezeigt - nur wenig Wissen über die Börse, Aktien und Wertpapiere vorhanden", sagte ...

Von Julius Lukas
Die Börse in Frankfurt. Nur 2,5 Prozent der Ostdeutschen besitzen Fonds.
Die Börse in Frankfurt. Nur 2,5 Prozent der Ostdeutschen besitzen Fonds. imago stock&people

Dem Osten fehlt es nach Ansicht des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint E. Gropp, an finanzieller Bildung, Risikobereitschaft auf dem Wertpapiermarkt und Vermögen. "Hier ist - das haben Studien gezeigt - nur wenig Wissen über die Börse, Aktien und Wertpapiere vorhanden", sagte Gropp.

Neben der Einstellung zum Aktienmarkt spielt für Gropp auch das verfügbare Vermögen der Ostdeutschen eine entscheidende Rolle bei der Erklärung des Wertpapier-Gefälles. Hintergrund ist eine Studie der comdirect-Bank zum Anlageverhalten der Deutschen.

Demnach besitzen nur 2,5 Prozent der Ostdeutschen Fonds. Im Westen hingegen sind es 15,3 Prozent der Einwohner. Gefährlich könnte das für die Absicherung im Alter werden. "Der Osten verlässt sich derzeit fast kollektiv auf das staatliche Rentensystem", sagte Gropp dem Blatt.

Angesichts der demografischen Entwicklung sei das  zu wenig.  "Die private Vorsorge wird immer wichtiger", so der IWH-Chef. (mz)