Nach Tötungsdelikt in Chemnitz

Nach Tötungsdelikt in Chemnitz: Verdächtiger kommt frei – Zweiter Mann bleibt in U-Haft

Chemnitz - Der Iraker Yousif A., der seit drei Wochen wegen des Todes eines jungen Deutschen in Chemnitz in Untersuchungshaft sitzt, kommt nach Informationen von NDR und „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) auf freien Fuß.

18.09.2018, 12:24
Die deutsche und die kubanische Flagge, zahlreiche Blumen und Kerzen wurden an der Stelle niedergelegt an der ein junger Mann erstochen wurde.
Die deutsche und die kubanische Flagge, zahlreiche Blumen und Kerzen wurden an der Stelle niedergelegt an der ein junger Mann erstochen wurde. dpa-Zentralbild

Gut drei Wochen nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen in Chemnitz kommt einer der beiden inhaftierten Tatverdächtigen frei. Nach einem Haftprüfungstermin habe das Amtsgericht Chemnitz am Dienstag den Haftbefehl gegen den 22-jährigen Iraker aufgehoben, sagte dessen Rechtsanwalt Ulrich Dost-Roxin. In einer Pressemitteilung behauptet Dost-Roxin, sein Mandant sei auf freien Fuß gesetzt worden, weil es „nicht die geringsten Hinweise auf eine Mittäterschaft“ seines Mandanten gebe. Eine Bestätigung des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft lag zunächst nicht vor. Zuerst hatten NDR und „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Der zweite Verdächtige, ein 23-jähriger Syrer, bleibt dagegen in U-Haft. (dpa, afp)