Impfquote erhöhen

Corona: Linke-Politiker will 500 Euro Impfprämie einführen

Abgeordneter Christian Görke will ein Milliarden Euro schweres Programm auf den Weg bringen, um die Impfquote in Deutschland zu erhöhen. Der Bundeshaushalt könne diese Ausgaben verkraften.

17.11.2021, 14:03 • Aktualisiert: 17.11.2021, 14:07
Christian Görke (Die Linke), früherer Brandenburger Finanzminister, verfolgt während der Landtagssitzung die Aussprache zum Haushaltsplan des Landes für das Jahr 2022.
Christian Görke (Die Linke), früherer Brandenburger Finanzminister, verfolgt während der Landtagssitzung die Aussprache zum Haushaltsplan des Landes für das Jahr 2022. (Foto: dpa)

Berlin/DUR - Die Corona-Pandemie hat bisher große Löcher in den Bundeshaushalt geschlagen. Nun will Abgeordneter Christian Görke (Die Linke) eine Impfprämie auf den Weg bringen, berichten mehrere Medien. Insgesamt 500 Euro sieht er dafür vor. 300 Euro für die erste und 200 Euro für die zweite Impfung. 

Christian Görke fordert Prämie fürs Impfen

Doch das ist noch nicht alles, denn mit dieser Prämie sollen nicht nur Anreize für bisher Ungeimpfte geschaffen werden. Die finanzielle Spritze sollen auch diejenigen bekommen, die sich ihre Corona-Impfung schon abgeholt haben.

Insgesamt rechnet der ehemalige Finanzminister Brandenburgs Görke mit 37,5 Milliarden Euro – davon 22,5 Milliarden Euro für den ersten Impfschutz und weitere 15 Milliarden für den Zweitimpfschutz. "Ich war lange Finanzminister und kann mit Geld umgehen", sagte Görke gegenüber t-online. Er geht davon aus, dass der Bundeshaushalt das verkraften könne. 

Corona-Impfanreiz durch Geldprämie

"Wir sehen, dass sich die Pandemie in der vierten Welle zuspitzt – alle reden über 2G oder 3G, dabei ist allen klar: Der einzige Ausweg ist das Impfen", sagte Görke.

Mit der Prämie möchte er einen Impfanreiz schaffen und das Ziel des Robert-Koch-Instituts, die Impfquote in Deutschland auf 85 bis 90 Prozent zu erhöhen, erreichen. "Die Prämie wäre ein Impuls, der Menschen hilft, aber auch der Wirtschaft."