Rettungsschiff „Alan Kurdi“

Alan Kurdi: Malta schließt seinen Hafen für deutsches Sea-Eye-Rettungsschiff

Valletta - Die Organisation „Sea-Eye“ wollte zunächst auf Lampedusa einlaufen. Nun setzt die Organisation auf deutsche Hilfe.

07.07.2019, 11:06
Die „Alan Kurdi“
Die „Alan Kurdi“ Sea-Eye

Die 65 Migranten vom deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ sind nach Armeeangaben am Sonntag in Malta angekommen. 62 von ihnen seien an ein maltesisches Patrouillenboot übergeben worden und am Abend in Malta gelandet, teilte Maltas Armee mit. Drei Migranten, die dringend ärztliche Hilfe brauchten, wurden demnach schon zuvor per Lufttransport geholt.

„Alan Kurdi“wollte zunächst auf Lampedusa einlaufen

Die 65 Menschen sollen umgehend auf andere europäische Länder verteilt werden, wie die Regierung in Valletta zuvor nach Gesprächen mit der EU-Kommission und Deutschland bekanntgegeben hatte.

Zuvor hatten maltesische Behörden dem Rettungsschiff untersagt, im Hafen der Insel anzulegen. „Sie haben keine Erlaubnis, in maltesische Hoheitsgewässer einzudringen“, hatte ein Armeesprecher im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Die „Alan Kurdi“- benannt nach dem dreijährigen syrischen Flüchtlingsjungen, dessen Leiche im Spätsommer 2015 an einem Strand in der Türkei angespühlt wurde - war tagelang auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer gewesen. Italien wollte die 65 von einem überfüllten Schlauchboot vor der libyschen Küste geretteten Menschen nicht an Land lassen. An Bord spitzte sich die Lage zu. (dpa)