Zuvor gefesselt und geknebelt

Mordprozess in Dresden: 41-Jähriger tötete Freundin brutal aus Eifersucht

Dresden - Mann gesteht Mord an Freundin: Mit Küchenmesser erstochen

24.04.2018, 09:35

 Zum Auftakt eines Mordprozesses im Landgericht Dresden hat der Angeklagte die Tat zugegeben und bereut.

Sein Mandant räume ein, seine Freundin am 20. April 2017 im Streit getötet zu haben, erklärte Verteidiger Achim Schmidtke am Dienstag.

Laut Anklage hat der Pakistaner die 41-Jährige aus Eifersucht grausam und aus niederen Beweggründen mit einem Küchenmesser erstochen. Nach der von seinem Anwalt verlesenen Erklärung hat er die Vietnamesin sehr geliebt.

Es habe aber oft Streit zwischen ihnen gegeben, weil sie immer wieder auch Kontakt zu anderen Männern gehabt habe.

Am Tatabend habe seine Lebensgefährtin ihn und seine Familie bei einer Auseinandersetzung „übel beschimpft, er geriet in Zorn“, sagte der Verteidiger. Danach sei der Angeklagte geflohen. „Er bedauert die Tat sehr.“ Sein Mandant wolle so schnell wie möglich aus der Haft nach Pakistan abgeschoben werden.

Die Leiche der Frau war am nächsten Morgen in deren Wohnung in Dresden-Neustadt gefunden worden. Laut Anklage hat der Mann mehrfach „mit äußerster Kraft“ auf sie eingestochen, dem sich wehrenden Opfer dabei Hände und Füße gefesselt sowie Mund und Nase zugeklebt.

„Auch als er ihre Schmerzen und ihre Angstzustände bemerkte, brach er nicht ab“, sagte Oberstaatsanwalt Jens Hertel. Der Mann wurde vier Wochen später in einem Zug bei Villach (in Österreich gefasst, ausgeliefert und in Untersuchungshaft gebracht. (dpa)