Bundestagswahl

Laschet will Wahlkampfteam vorstellen

Die Union und ihr Kanzlerkandidat Armin Laschet stehen angesichts schlechter Umfragewerte unter Druck. Nun soll ein sogenanntes Zukunftsteam helfen. Ein erster Name wurde bereits bekannt.

Von dpa
Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender, Ministerpräsident von NRW und Unions-Kanzlerkandidat.
Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender, Ministerpräsident von NRW und Unions-Kanzlerkandidat. Michael Kappeler/dpa

Berlin - Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) wird an diesem Freitagvormittag ein sogenanntes „Zukunftsteam“ vorstellen. Die CDU lud zu einem entsprechenden Termin ein.

Die Mitglieder sollen laut dem „Spiegel“, der zuerst über den Termin berichtet hatte, in den letzten Wochen des Wahlkampfs verstärkt öffentlich auftreten. Dem Bericht zufolge soll es sich um ein achtköpfiges Team handeln.

Angehören soll dem Team der Terrorismus-Experte Peter Neumann, wie ein Sprecher der dpa bestätigte. Er soll das Thema Vernetzung innerer und äußerer Sicherheit verantworten. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Neumann ist Direktor des International Centre for the Study of Radicalisation am Londoner King's College und gilt als Experte für islamistischen Terror. Wer neben ihm zu dem Team gehört, war zunächst nicht bekannt.

Vor wenigen Tagen hatte Gesundheitsminister Jens Spahn gefordert, mehr auch auf das Team hinter Laschet zu setzen. „Wir haben gute Leute, die die Union als Team auch ausmachen“, sagte Spahn im Fernsehsender Bild. „Wer CDU und CSU wählt, der bekommt (Friedrich) Merz und (Markus) Söder, auch Spahn und (Annegret) Kramp-Karrenbauer, auch (Carsten) Linnemann und (Karl-Josef) Laumann und auch (Dorothee) Bär und (Nadine) Schön, sagte Spahn. Es sei die Stärke von CDU-Chef Laschet, „ein Team zusammenstellen zu können, starke Köpfe auch im Kabinett im engsten Team haben zu können“.

Am vergangenen Montag hatte Laschet erstmals ein zentrales Wahlkampfthema konkret mit Köpfen verknüpft. Vier Wochen vor der Bundestagswahl ließ der CDU-Vorsitzende die beiden Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Thomas Heilmann sowie die Nachwuchspolitikerin Wiebke Winter Details eines Energiepapiers erläutern.

Laschet und die Union stehen stark unter Druck. In aktuellen Umfragen ist die SPD mit Spitzenkandidat Olaf Scholz an CDU und CSU vorbeigezogen.