Industrie auf Innovationssuche:

Interaktive, touch-fähige Displays

21.07.2022, 15:17
Interaktive, touch-fähige Displays
Interaktive, touch-fähige Displays Bild: Unsplash, Arno Senoner

Vor allem in der Industrie wird intensiv nach Display-Lösungen und -systemen gesucht, mit denen sich Schwerlasttransporter, Flugzeuge oder komplexe Produktionsanlagen steuern lassen. Dadurch ist ein großer Markt entstanden, der vor allem von Innovation und modernster Technologie lebt.

VIA optronics ist mittelständisches Unternehmen und Innovationstreiber

Das mit Hauptsitz in Nürnberg ansässige Unternehmen gehört zu den Marktführern im Bereich Komplettanbieter für interaktive Displaysysteme (kurz IDS). Zu den Besonderheiten der von VIA optronics entwickelten Displaylösungen und -systeme gehört, dass sie für extrem hohe und verschiedene Anforderungen konzipiert werden. So erfordert beispielsweise der Einsatz in der Industrie ein hohes Maß an Widerstandsfähigkeit gegenüber schwankenden Temperaturen, Verschmutzungen, Vibrationen oder Erschütterungen. Hauptauftraggeber für solche Display-Lösungen sind vor allem Unternehmen aus Wachstumsmärkten.

Ein weiteres, für alle Anwendungsfälle besonders wichtiges, Qualitätsmerkmal ist die optimale Ablesbarkeit des Displays auch bei schwierigen und wechselnden Lichtverhältnissen. Um Letzteres zu gewährleisten, greift der Spezialist aus Nürnberg auf das sogenannte Optical-Bonding-Verfahren zurück, ein spezielles Klebeverfahren. Durch dieses lassen sich nicht nur extrem flache und auch gebogene „curved“-Displays veredeln, sie sind auch äußerst robust und verhindern Kondensation und das Eindringen von Staub. Zudem verfügen mithilfe von Optical-Bonding hergestellte Displays über ein hohes Maß an Sensitivität und gute Wärmeableitungsfähigkeiten.

Display-Lösungen für unterschiedliche Anforderungen

Die Industrie benötigt, je nach Branche und Schwerpunkt, ganz unterschiedliche Displaylösungen und -systeme. VIA optronics kann Displays liefern, die der Automobilindustrie in den Bereichen Konnektivität und Qualität entgegenkommen und zukünftig so angepasst werden können, dass sie sich für den Einsatz im Zukunftsmarkt des autonomen und elektrischen Fahrens einsetzen lassen.

Display-Lösungen werden in der Zukunft so konzipiert sein müssen, dass der Beifahrer sie nutzen kann, ohne den Fahrer dadurch abzulenken. Um die gewünschten Lösungen entwickeln zu können, arbeitet das Nürnberger Unternehmen sehr eng mit den führenden Automobilkonzernen zusammen. Auch die Anforderungen hinsichtlich der Größe von Displays werden immer komplexer. Durch das Optical-Bonding-Verfahren lassen sich Displays aller Art und für jegliche Anforderungen veredeln.

IPO an der Börse als Startlinie zu Wachstum und mehr Innovation

Gerade erst wurde beispielsweise am Produktionsstandort Nürnberg eine neue Produktionsstraße in Betrieb genommen, die ausschließlich Komponenten für einen der wichtigsten Hersteller für E-Fahrzeuge in den USA fertigt. Durch hohen Kapitaleinsatz für den Anlagenbau, die Einstellung neuer Mitarbeitender sowie den Start von Ausbildungen für die neue Produktionslinie ist VIA optronics, das am Ende des Jahres 2020 erfolgreich an die New Yorker Börse gegangen ist, ein gutes Beispiel für Engagement und Risikobereitschaft des Mittelstands zum Erhalt des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Durch den Börsengang, den viele Experten eigentlich an der Deutschen Börse erwartet hatten, konnte das Unternehmen Kapital einsammeln, mit dem es in der Lage ist, seine Pläne für ein weiteres Wachstum zu realisieren, neue Technologien zu entwickeln, bestehende weiterzuentwickeln und so sein Produktportfolio weiter auszubauen. Vor allem die Forschung an neuen Innovationen kommt somit auch den Kunden des Unternehmens zugute. Denn die Neu- oder Weiterentwicklungen werden dazu beitragen, die jeweils gestellten Anforderungen an interaktive, touch-fähige und widerstandsfähige Displays zu erfüllen.