Ende aller Corona-Maßnahmen?

Was Virologe Alexander Kekulé zu einem „Freedom Day“ in Deutschland sagt

21.09.2021, 20:17 • Aktualisiert: 21.09.2021, 20:18
Der hallesche Virologe Alexander Kekulé. 
Der hallesche Virologe Alexander Kekulé.  Foto: imago images/Horst Galuschka

Leipzig/DUR – Virologe Alexander Kekulé von der Universitätsmedizin Halle hat die Idee eines baldigen „Freedom Day“ in Deutschland scharf kritisiert. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Andreas Gassen hatte einen Stichtag gefordert, an dem Deutschland alle Corona-Maßnahmen beendet.

„Ich würde das nicht riskieren“, so Kekule gegenüber dem MDR. Er verwies auf das Beispiel Großbritannien, das im Sommer alle Beschränkungen aufgehoben hatte. „Im Sommer, muss man zugeben, ist in Großbritannien die Explosion von Todesfällen und Intensivpatienten ausgeblieben. Es ist jetzt noch die Frage, ob die Fallzahlen im Herbst hochgehen“, so der Virologe. „Was Herr Gassen vorschlägt, ist ja quasi, im Winter und wenn die Schule wieder läuft, das gleiche Experiment zu wiederholen.“ Dabei wisse man noch gar nicht, wie sich die Entscheidung der Briten jetzt in Herbst und Winter auswirke.

Kekulé betonte, er sei dafür im Herbst alles zu tun um Lockdowns und Schulschließungen zu verhindern. Dafür brauche man aber nicht solch einen Freedom Day am 30. Oktober. "Das ist zu riskant!" Er plädiere für Ende Mai.