Personalwechsel

Personalwechsel: Die SPD Sachsen-Anhalt wagt die Erneuerung

Halle (Saale) - Sachsen-Anhalts SPD war seit der desaströsen Landtagswahl 2016 in einem ständigen Wandel: Führungspersonal wurde ausgetauscht, das Kräfteverhältnis verschob sich von Magdeburg Richtung Halle, die Partei setzte auf ...

Von Jan Schumann

Sachsen-Anhalts SPD war seit der desaströsen Landtagswahl 2016 in einem ständigen Wandel: Führungspersonal wurde ausgetauscht, das Kräfteverhältnis verschob sich von Magdeburg Richtung Halle, die Partei setzte auf Basis-Entscheidungen.

Den nächsten Schritt für einen Wandel hat der SPD-Parteitag am Wochenende möglich gemacht: Ziehen die Sozialdemokraten im Juni mit einem vergleichbaren oder besseren Ergebnis als 2016 in den Landtag ein, steht zumindest in Teilen eine spürbare Personal-Erneuerung in der Fraktion an.

Denn allein auf die ersten elf Plätze kommen fünf Parlamentsneulinge, weitere folgen danach. Das ist nicht ganz ohne Risiko: Zwar können neue Gesichter auch neue Wähler für die Partei gewinnen und frische Impulse ins Parlament bringen. Allerdings dauert es auch Monate - wenn nicht Jahre - um im Abgeordnetenalltag richtig Tritt zu fassen.

Bemerkenswert geräuschlos hat die SPD diesen möglichen Generationswechsel am Wochenende eingeleitet - obwohl es in der Partei weiterhin scharfen Wettbewerb gibt. Doch die 2016 so zerstrittene SPD hat es in den vergangenen Jahren geschafft, sich in großen Teilen zusammenzuraufen. Für die Partei gilt ein Ziel: Nicht noch mal so ein Ergebnis wie 2016. (mz)

Den Autor erreichen Sie unter jan.schumann@mz.de