Ukraine-Krieg

PCK-Betriebsrat: Sicherung weiterer Arbeitsplätze in Region

Von dpa Aktualisiert: 23.09.2022, 14:41
PCK steht auf einem Gebäude der Raffinerie PCK in Schwedt.
PCK steht auf einem Gebäude der Raffinerie PCK in Schwedt. Annette Riedl/dpa/Archiv

Schwedt - Nach der Entscheidung des Bundes, die Mehrheitseigner der PCK-Raffinerie unter staatliche Kontrolle zu bringen, fordert der Betriebsrat die Sicherung weiterer Arbeitsplätze. Für die Zukunft von Schwedt gehe es nicht nur um die PCK-Arbeitsplätze, sondern auch um die Jobs in den Raffinerie-Partnerunternehmen und weitere Arbeitsplätze in Schwedt und in der Region Uckermark. „Diese Arbeitsplätze müssen Bund und Land mit dem Zukunftspaket genauso in den Blick nehmen!“, erklärte die Betriebsratsvorsitzende Simona Schadow am Freitag.

Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatten in der vergangenen Woche für das PCK-Werk Maßnahmen vorgestellt. Der Kanzler kündigte im Rahmen eines Zukunftspakets eine Milliarde Euro an Investitionen in den kommenden Jahren an.

„Mit dem Zukunftspaket hat die Bundesregierung jetzt die Beschäftigungssicherung für die Arbeitsplätze in der PCK-Raffinerie zugesagt. Für uns ist genauso entscheidend, dass der Flächentarifvertrag „Chemie Ost“ mit seinen Regelungen für die Beschäftigten im Zukunftspaket eingebaut wurde und damit weiter gilt“, betonte die Betriebsratschefin in Schwedt. Die Zusagen für Investitionen werten die Beschäftigten als handfeste Grundlage für den Weiterbetrieb der Raffinerie und die Entwicklung des Standortes.

Zur Sicherung der Produktion und Versorgung mit Sprit, Heizöl und anderen Produkten übernimmt der Bund die Kontrolle über die deutschen Töchter des russischen Staatskonzerns Rosneft. Seit vergangenem Freitag stehen die beiden Firmen unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur. Hintergrund ist das Ölembargo gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs, das am 1. Januar 2023 greift. Die Bundesregierung hat sich auf EU-Ebene verpflichtet, auch auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten. PCK ist bisher darauf angewiesen: Die Raffinerie wird über die Druschba-Pipeline mit russischem Öl beliefert.