NHL-Profi

Neustart in San Jose: Sturm hofft auf „Leadership-Rolle“

Nach dem Gewinn des Stanley Cups wechselte der Deutsche zu einem Team, dem in der NHL wenig zugetraut wird. Bei den Sharks will er nun mehr Verantwortung übernehmen - und die Experten überraschen.

Von dpa Aktualisiert: 04.10.2022, 14:05
Nico Sturm (hinten,l) in Aktion.
Nico Sturm (hinten,l) in Aktion. David Zalubowski/AP/dpa/Archivbild

San Jose/Berlin - Eishockey-Profi Nico Sturm ist bereit für die nächste Aufgabe. Nachdem der gebürtige Augsburger Ende Juni mit der Colorado Avalanche den Stanley Cup in der National Hockey League (NHL) gewann, will er bei seinem neuen Team San Jose Sharks künftig mehr Verantwortung übernehmen. „Ich gehe jetzt in mein viertes Jahr Profi-Eishockey, von daher will ich natürlich auch den nächsten Schritt in Richtung einer Leadership-Rolle machen“, sagte Sturm vor dem Testspiel der Sharks bei den Eisbären Berlin, das am Dienstagabend in der Arena am Ostbahnhof ausgetragen wird (20.00 Uhr, live bei ProSieben Maxx).

„Mit 27 bin ich jetzt keiner mehr von den Jüngeren“, betonte Sturm. „Hier laufen auch Leute rum, die sechs oder sieben Jahre jünger sind. Denen sollte man auf dem Eis und auch außerhalb irgendwie ein Vorbild sein.“ Zudem habe er sich durch den Titelgewinn weiterentwickelt. „Das sind natürlich Erfahrungswerte, die schon sehr speziell sind und die jetzt nicht jeder Spieler hat“, sagte Sturm.

Der Center freut sich auch darauf, dass er in San Jose an einem Neuanfang mitwirken kann. Zwar werden dem Team kurzfristig kaum Play-off-Chancen in der NHL eingeräumt, doch mit dem Austausch des Cheftrainers und des General Managers sowie einigen Veränderungen im Kader stellten die Kalifornier im Sommer wichtige Weichen für die Zukunft. Jeder im Team spüre die „Aufbruchsenergie“, sagte Sturm. Um erfolgreich zu sein, müsse aber „jeder Spieler schauen, dass er vier, fünf Prozent auf das, was er sonst normalerweise kann, draufpackt“. Sollte das gelingen, schließt der Angreifer eine Überraschung nicht aus: „Ich glaube, dass wir viel besser sein werden, als wir von den Experten eingeschätzt werden.“