GEPÄCKKONTROLLE

Gebratene Rohrratte: Zoll stellt an Flughafen fragwürdige Delikatesse sicher

Der Zoll machte bei einer Gepäckkontrolle am Flughafen München eine kuriose Entdeckung. Ein Reisender brachte eine fragwürdige Delikatesse mit nach Deutschland.

Aktualisiert: 21.04.2022, 19:20 • 21.04.2022, 19:16
Zollbeamte haben eine gebratene Rohrratte bei einer Gepäckkontrolle am Münchner Flughafen sichergestellt.
Zollbeamte haben eine gebratene Rohrratte bei einer Gepäckkontrolle am Münchner Flughafen sichergestellt. Foto: Hauptzollamt München

München/dpa/DUR - Zollbeamte haben eine gebratene Rohrratte bei einer Gepäckkontrolle am Münchner Flughafen sichergestellt. "Wir erleben zwar immer wieder, dass Reisende nicht einfuhrfähige Lebensmittel aus dem Ausland mitbringen wollen", sagte Thomas Meister vom Hauptzollamt München am Donnerstag. "Aber so ein Aufgriff ist schon etwas Außergewöhnliches." Die Einsatzkräfte fanden das Nagetier bei einer Kontrolle im Gepäck eines Reisenden aus Afrika.

Die Rohrratte ist laut Zollamt als Proviant mitgebracht worden. Das Fleisch dürfe allerdings wegen des Schutzes vor Tierseuchen nicht ins Land gebracht werden. Es wurde sichergestellt und fachmännisch beseitigt.

Rohrratten sind trotz ihres Namens nicht mit den Ratten verwandt, sondern gehören zu den Stachelschweinverwandten. Die eher schwerfälligen Tiere kommen in Afrika südlich der Sahara vor. Sie ernähren sich vor allem von Savannengräsern und Schilfrohren.