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Förderung von Luftfiltern in Schulen und Kitas in Sachsen läuft schleppend

Seit Anfang des Monats sind in Sachsen Fördermittel für erst fünf mobile Luftfilter in Schulen und Kitas gestellt worden. Räume, für die solche Geräte in Frage kommen, existieren nur in weniger als zehn Prozent der sächsischen Schulen und Kitas, wie das Kultusministerium am Montag auf Nachfrage mitteilte. Es berief sich auf Schätzungen des Sächsischen Städte- und Gemeindetages.

08.11.2021, 14:51
Die Anbringung von Luftfiltern an sächsischen Schulen läuft derzeit schleppend.
Die Anbringung von Luftfiltern an sächsischen Schulen läuft derzeit schleppend. Foto: dpa/Symbol/Hauke-Christian Dittrich

Dresden/dpa - Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der Anträge in den nächsten Tagen steigt, hieß es. Bei der für die Bearbeitung zuständigen Sächischen Aufbaubank habe es bereits etliche telefonische Anfragen zum Verfahren gegeben. Anträge können noch bis zum 25. November gestellt werden.

Die Mittel stammen aus einem mit 200 Millionen Euro gefüllten Fördermitteltopf des Bundes. Daraus stehen laut Ministerium maximal 15 Millionen Euro für den Freistaat bereit. Pro Gerät werden nicht mehr als 3000 Euro freigegeben. Förderfähig seien die mobilen Luftfilter nur für Räume, in denen nicht uneingeschränkt gelüftet werden kann.

Das Kultusministerium steht dem flächendeckenden Einsatz der Filter gegen das Coronavirus nach wie vor skeptisch gegenüber und beruft sich dabei auf mehrere Stellungnahmen des Umweltbundesamtes: Die Behörde erachte den umfassenden Einsatz der Geräte nicht für sinnvoll. Zudem seien die Filter kein Ersatz für das regelmäßige Lüften und deshalb nur für Räume sinnvoll, in denen das nicht möglich ist.