Einsatz gegen Schleuser

Von dpa
Ein Beamter der Bundespolizei kontrolliert einen Mann.
Ein Beamter der Bundespolizei kontrolliert einen Mann. Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Halle/Münster - Wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern hat die Bundespolizei am Mittwoch die Wohnungen von zwei Tatverdächtigen in Halle (Sachsen-Anhalt) und Münster (Nordrhein-Westfalen) durchsucht. Dabei stellten die 35 eingesetzten Beamten unter anderem Beweismittel wie Smartphones, Geschäftsunterlagen und rund 11.000 Euro Bargeld sicher, wie die Bundespolizei mitteilte. Die beiden 35 und 43 Jahre alten Tatverdächtigen wurden in ihren Wohnungen angetroffen, aber nicht festgenommen.

Die beschuldigten Syrer sollen in mindestens sieben Fällen Landsleute von Österreich aus nach Deutschland und Belgien eingeschleust haben. Auslöser für die Maßnahmen am Mittwoch war den Angaben zufolge eine im November 2020 auf der Autobahn 17 (Prag-Dresden) aufgeflogene Schleusung von drei Menschen. Die Staatsanwaltschaft Dresden beauftragte die Bundespolizeiinspektion Berggießhübel (Sachsen) mit den Ermittlungen. Diese ergaben, dass eine Schleuserorganisation verantwortlich war. Die Ermittlungen in diesem Fall sind den Angaben der Bundespolizei zufolge noch nicht abgeschlossen.