Fluchtburg im Wald

In einem Wald bei Berlin unterhielt das DDR-Innenministerium einen streng geheimen Atombunker

Wehrpflichtige aus Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden zur Kasernierten Volkspolizei eingezogen, um hinterm Starkstromzaun zu patrouillieren. Warum die Einrichtung nach der Wende für die Bundesregierung schließlich kaum noch von Interesse war.

Von Steffen Könau Aktualisiert: 25.04.2022, 19:08 • 31.10.2021, 15:04
Der Hintereingang des geheimen Polizeibunkers: Wehrpflichtige vor allem aus Sachsen-Anhalt bewachten den Bau, ohne zu wissen, was das eigentlich ist.
Der Hintereingang des geheimen Polizeibunkers: Wehrpflichtige vor allem aus Sachsen-Anhalt bewachten den Bau, ohne zu wissen, was das eigentlich ist. (Foto: Steffen Könau)

Tiefensee/MZ - Der geheime Gang macht nach einigen Metern einen Knick, dann geht es im rechten Winkel weiter, bis sich eine dicke Stahltür öffnet, die direkt ins Herz einer Anlage führt, die noch vor drei Jahrzehnten zu den größten Geheimnissen der DDR gehörte. Das mit dem Tarnnamen „Schulungsobjekt“ versehene Gelände, versteckt im tiefen Mischwald in der Nähe des brandenburgischen Örtchens Tiefensee, verbirgt den Atomschutzbunker des langjährigen DDR-Innenministers Friedrich Dickel, in den Listen der DDR-Regierung als „Vorhaben 7003“ erfasst.

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