Zum eigenen Schutz

Ärztepräsidentin: Beschränkungen für Ungeimpfte sind gerechtfertigt

Thüringens Ärztekammer-Präsidentin sieht die Corona-Impfung als moralische Pflicht.
Thüringens Ärztekammer-Präsidentin sieht die Corona-Impfung als moralische Pflicht. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Jena/dpa - Die Präsidentin der Landesärztekammer, Ellen Lundershausen, hält einen Ausschluss von nicht gegen Covid-19 geimpften Erwachsenen etwa von Kino- oder Restaurantbesuchen für gerechtfertigt - in deren eigenem Interesse. Ein solcher Schritt sei „nur konsequent, da sie davor geschützt werden, sich mit einer für sie lebensbedrohlichen Krankheit anzustecken oder selbst andere anzustecken“, erklärte Lundershausen, die auch Vizepräsidentin der Bundesärztekammer ist, gemeinsam mit dem Leiter des Ethikzentrums an der Universität Jena, Nikolaus Knoepffler.

Beide sehen angesichts der Folgeschäden der Pandemie in Gestalt etwa von Restaurant-, Laden- und Schulschließungen zudem eine „moralische Pflicht für Erwachsene, sich impfen zu lassen“. Ausnahmen hiervon bildeten Menschen, bei denen medizinische Gründe gegen eine Impfung sprächen.

Bei einem neuerlichen Lockdown mit Schließungen von Geschäften, Gaststätten, Fitnessstudios Schulen oder Kindergärten würden die Rechte vieler anderer Menschen eingeschränkt, betonten sie. Gerade Kinder und Jugendliche seien dann wiederum die Leidtragenden, weil ihnen Bildungsmöglichkeiten entgingen.