Ungewöhnlicher FunD in Pasewalk

Acht Biber-Kadaver in tiefer Grube entdeckt - Polizei ermittelt

Ungewöhnlicher und trauriger Fund in Mecklenburg: In einer Betongrube sind gleich acht tote Biber entdeckt worden. Die Polizei ermittelt wegen eines möglichen Tierschutzverstoßes.

08.04.2022, 11:35
Illustration: Ein Biber wäscht sich am Ufer eines Gewässers. Biber sind in Deutschland streng geschützt.
Illustration: Ein Biber wäscht sich am Ufer eines Gewässers. Biber sind in Deutschland streng geschützt. (Foto: imago images/kindermann)

Pasewalk/DUR/mad - In einer Betongrube auf einem verlassenen Grundstück bei Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) sind acht tote Biber entdeckt worden. Die Polizei ermittelt und prüft derzeit, ob ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz vorliegt, berichtet das Nachrichtenportal rnd am Freitag.

Die Tierkadaver seien demnach bereits vor zwei Wochen auf dem Grundstück entdeckt worden, als ein Mann auf dem verwilderten Grundstück Holz geschlagen habe. In der etwa 1,60 Meter tiefen und ausgetrockeneten Grube aus Beton, in der früher Fische gezüchtet wurden, seine dann die toten Biber entdeckt worden.

Da es laut Bericht ganz in der Nähe ein Biberrevier geben soll, halten Experten es für möglich, dass es sich um Jungtiere handeln könnte, die entweder selbst in die Grube stürzten oder hineingehetzt wurden. Ungewöhnlich sei die Anzahl der toten Tiere. Vermutlich seien die Biber bereits vor Wochen in der Grube verendet, heißt es.

Biber gelten als streng geschützt, haben sich im Nordosten Deutschlands aber schon weit verbreitet. die Tiere sorgen mitunter für große Schäden an Bahndämmen oder Gebäuden. In Mecklenburg-Vorpommern dürfen Biber in begründeten Ausnahmefällen auch getötet werden.