Bundestagswahl

Sachsen-Anhalts CDU sieht Chance auf alle Direktmandate – die SPD ebenso

Schlechte Umfragen, kämpferische Stimmung: Für CDU-Landeschef Sven Schulze ist noch alles drin.
Schlechte Umfragen, kämpferische Stimmung: Für CDU-Landeschef Sven Schulze ist noch alles drin. Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Magdeburg/MZ/hei - Trotz der sich weiter verschlechternden Umfragewerte sieht die CDU in Sachsen-Anhalt gute Chancen auf den Gewinn aller neun Direktmandate im Land. „Die aktuellen Umfragen machen mich nicht glücklich“, sagte CDU-Landeschef Sven Schulze der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). „Es ist für uns aber weiterhin möglich, alle neun Wahlkreise zu holen.“ Das war der Partei 2017 und auch 2013 gelungen. Die Alternative zu einer unionsgeführten Bundesregierung sei Rot-Grün, was in Sachsen-Anhalt niemand haben wolle, sagte Schulze.

Die Plattform election.de sieht in den Wahlkreisen Magdeburg und Altmark mittlerweile die Kandidaten der SPD vorn. In Halle hält sie einen Wahlsieg des SPD-Bewerbers Karamba Diaby sogar für „wahrscheinlich“. Der Wahlkreis Mansfeld hingegen könnte an den AfD-Kandidaten Robert Farle fallen. Damit würde sich die Zahl der CDU-Direktmandate von neun auf fünf fast halbieren.

Die SPD hält sogar einen landesweiten Durchmarsch ihrer Bewerber für möglich. „Wenn mehrere Kandidaten fast gleichauf liegen, kann einer den Wahlkreis auch mit knapp über 20 Prozent gewinnen“, sagte SPD-Landeschef Andreas Schmidt der MZ. „Wenn der Trend anhält, könnten wir dann sogar wie 1998 alle Wahlkreise gewinnen.“